Ruth Schmid

Kalligrafie, Malerei, Druckgrafik

Elbestr. 12
65428 Rüsselsheim

06142-64687
rjschmid@gmx.de

BIOGRAPHIE:

1946in Schweinfurt geboren, lebt seit 1956 in Rüsselsheim
1963 – 1967Berufsausbildung mit Abschluss als Textiltechnikerin am Institut für Modeschaffen in Frankfurt am Main
1990 – 1996regelmäßige Teilnahme an Sommermalwochen in Trebur und Umgebung
seit 1995Studien in Malerei und Kalligrafie bei Doris Farklas Mainz
bis 2001Mitglied im „Treburer Künstlerkreis“
seit 2001Mitglied im „Rüsselsheimer Malkasten“
2003Gründungsmitglied der Kalligrafiegruppe „Handschrift“
2003/2004Malworkshop mit Henrik Pillwitz (Meisterschüler von Prof. Gille, Hochschule Leipzig)
2004/2005Workshop für Kalligrafie unter Leitung von Tanja Leonhardt (Dozentin für Kalligrafie, Universität Mainz)
ab 2005Workshops / Kalligrafie mit Renate Weise
ab 2005mehrere Workshops in Druckgrafik mit Eva Bruszis, Künstlerin aus Erfurt
2006Malworkshop, Werner Neuwirth
ab 2007mehrere Kalligrafieworkshops mit Bärbel Schulz
seit 20112. Vorsitzende des „Rüsselsheimer-Malkasten“, Bereich Malerei und Kalligrafie

Gemeinschaftsausstellungen (Auswahl)

  • Rathaus, Trebur
  • Werkstatt Kukkuk, Wiesbaden
  • Verneuil, Normandie
  • Kunstkemenate, Festung Rüsselsheim
  • Kreistag, Groß Gerau
  • „Schleuse“ Opelvillen, Rüsselsheim
  • Bücherhaus Jansen, Rüsselsheim
  • Cafe Stellwerk, Bahnhof Rüsselsheim
  • Frauenzentrum, Rüsselsheim
  • Stadtbücherei, Rüsselsheim
  • Rathausrotunde, Rüsselsheim
  • Kunstreise 2014, Heppenheim
  • Kunstreise 2015, Erbach im Odenwald

Einzelausstellungen

  • Tennisclub am Ostpark, Rüsselsheim
  • Rathaus, Trebur
  • Volksbank, Rüsselsheim
  • Tage des offenen Ateliers, im Rahmen „Kultursommer Südhessen“
  • Weingut Groebe, Biebesheim und Westhofen
  • LSG-Sky Food GmbH, Alzey

Rede von Brigitte Bösken, Kunsthistorikerin

Das Wesentliche im Verborgenen aufzuspüren und die Schönheit der unscheinbaren Dinge sichtbar zu machen, ist die Triebfeder in Ruth Schmids künstlerischem Schaffen, das sich augenblicklich auf die Kalligraphie und die Fotografie konzentriert. Seien es Vogelfedern, welkende Blätter, Wildkräuter in ihrem Garten oder Fundstücke am Wegesrand, immer richtet sich ihr Blick auf das eher Nebensächliche, auf die Dinge, die scheinbar die geregelte Ordnung stören. Doch gerade in ihnen offenbart sich dem aufmerksamen Blick immer wieder das Wunder der Schöpfung und die Vielfalt des Lebens.

Natur und Menschenwerk faszinieren Ruth Schmid gleichermaßen und provozieren manchmal eine Gegenüberstellung: Ein Stück Stacheldraht und eine Rebenranke, beide verschlungen und gewunden und von ähnlich rostbrauner Farbe. Rostende Maschinenteile und welkende Früchte an einem Zweig – Metaphern der Vergänglichkeit.

Nicht nur Achtsamkeit bestimmt ihre Motivsuche, sondern auch Beharrlichkeit und Geduld. Nur so kann eine Aufnahme entstehen, bei der das durchscheinende Licht ein welkes Blatt zum Leuchten bringt oder die uns einen Wassertropfen zeigt, kurz bevor er sich von einem Blättchen löst und herabfällt.

Allen Fotografien von Ruth Schmid und auch den von ihr kalligraphisch bearbeiteten Texten und Gedichten eignet ein kontemplatives, ja vielleicht sogar meditatives Moment, das ihrer intensiven und nachdenklichen Wahrnehmung aller Lebensumstände entspringt.

Zu dem inzwischen recht umfangreichen Werk gehören neben Fotografie + Kalligrafie Aquarelle, Collagen, Assemblagen und Graphiken.